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Offenes Haus / offene Gruppen
Durch unser offenes Haus wird die Neugierde dafür geweckt, was in den anderen Gruppen passiert. Kinder können so ein Stück, Selbstbestimmung erfahren, indem sie entscheiden, ob, wann und mit wem sie spielen. Sie erleben nicht den Zwang, den Kindergartentag nur fixiert auf die eigene Gruppe zu verbringen. Durch die ebenerdige Bauweise unseres Hauses hören und sehen die Kinder, was in der Halle und in den anderen Gruppen geschieht. Sie können andere Kinder, Geschwister, Freunde, sowie Erzieherinnen treffen. Sie gewinnen dadurch neue Kontakte und schliessen Freundschaften ausserhalb ihrer Gruppe. Das Miteinander im Haus ermöglicht ein Erfahrungsgebiet im sozialen Miteinander.
Die Kinder haben Stammgruppen
Trotz unseres offenen Hauses haben die Kinder ihre eigenen Gruppen. Sie haben einen Platz im Kindergarten, wo sie wissen: „Da gehöre ich hin.“ Hier findet das Kind auch sein Garderobenfach und seine persönlichen Dinge. Die Gruppe bietet dem Kind Sicherheit. Das Wir-Gefühl stärkt das Kind. Ausserdem werden alltäglich Dinge meist in der Gruppe erfahren(z.B. trinken, essen, spülen, aufräumen...) Die Gruppe bietet dem Kind auch Rückzugsmöglichkeiten. In der eigenen Gruppe findet es vertraute Plätze und Personen, zu denen es sich z.B. nach einem Streit zurückziehen kann. Auch Orientierung bietet die eigene Gruppe. Die Kinder wissen hier genau, wo sich was befindet (Spiele, Getränke, Taschentücher, Arbeitsmaterial...). Die Erzieherin hat als Gruppenleitung, die Verantwortung für die ihr zugeteilten Kinder und ihren Gruppenraum. Einzelangebote, Elterngespräche und schriftliche Beobachtungen werden gruppenintern durchgeführt. Sobald sie allerdings ihren Gruppenraum verlässt (gruppenübergreifend arbeitet) geht ihr Verantwortungsbereich auch auf andere Kinder über und Beobachtungen werden der jeweiligen Gruppenleitung weitergegeben.
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