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Bildungsbereiche

Unsere pädagogische Arbeit orientiert sich an den Bildungs-, und Erziehungsbereichen des Bayrischen Bildungs- und Erziehungsplans.

Die Förder- und Lernbereiche zielen auf:

  • Wertorentiert und verantwortungsvoll handelnde Kinder

  • Sprach- und medienkompetente Kinder

  • Fragende und forschende Kinder

  • Künstlerisch aktive Kinder

  • Starke und sich wohlfühlende Kinder

 

Folgende Bildungs- und Erziehungsbereiche begleiten das alltägliche Leben des Kindes bei uns im Kindergarten.

 

Ethische und Religiöse Bildung und Erziehung 

 

Ethische und religiöse Bildung und Erziehung bilden eine untrennbare Einheit und sind wechselseitig aufeinander angewiesen. Wir vertreten die offizielle Position der katholischen Kirche. Durch das Leben in der religiösen Gemeinschaft erleben die Kinder Rituale, welche ihnen Sicherheiten und Strukturen für das weitere Leben mitgeben. Wir wollen den kirchlichen Jahreskreis zur Lebenssituation der Kinder sehen. Wir fragen nach der Bedeutung des Glaubens und stellen so eine Verbindung zur Sozialen Bildung her. Die Sozialerziehung regelt das Zusammenleben. Die Basis hierzu sehen wir in der religiösen Erziehung und Bildung. Wir werden den Kindern anhand des kirchlichen Jahreskreises, die verschiedenen Feste und Feierlichkeiten mit ihren äußerlichen Merkmalen, theologischen Hintergründen und biblischen Inhalten vermitteln. 

Wichtiger ist uns jedoch die Bedeutung unserer Religion. Die Kinder werden erfahren, welche verschiedenen Bedeutungen sich im kirchlichen Jahreskreis bzw. in unserer Religion verbergen. Die Kinder werden durch die religiöse Bildung verschiedenste Resilienzen bilden, widerstandsfähig fürs Leben werden und so stärkende Strukturen für den Alltag gewinnen. Die Kinder finden  Sinnorientierung  und werden  in ihrem Wertesystem gestärkt. Sie erfahren  Hilfe bei der Entwicklung ihres Verständnisses von Wertigkeit.

Die Kinder erleben das christliche Menschenbild, lernen sakrale Räume kennen, sollen tätige Nächstenliebe kennlernen und erfahren. Durch das christliche Menschenbild soll ihr Urteils- Bewertungsvermögen gestärkt werden.

 

 Bewegungserziehung und –Förderung, Sport

 

Bewegung macht Kindern Freude. Um sich gesund entwickeln zu können, brauchen Kinder regelmäßig, ja sogar täglich Gelegenheit sich zu bewegen. Bewegung wirkt sich unter anderem auch auf die körperliche und organische Belastungsfähigkeit aus. Der kindliche Organismus benötigt zur Ausbildung leistungsfähiger Organe genügend Reize. Durch die Bewegungserziehung erwirbt das Kind motorische Grundfertigkeiten, lernt sie zu beherrschen und gelangt so zu seiner Bewegungssicherheit.  Die Motorik ermöglicht erst, dass wir mit anderen Menschen in Kontakt treten und mit ihnen Informationen austauschen können. Emotionen lassen sich durch Bewegung ausdrücken. Sich bewegen können heißt: Die Welt erobern!

Wir geben den Kindern  viele Möglichkeiten, sich in ihrer Umwelt zu bewegen. Die Wahrnehmung wird geschult, das Denken angeregt und somit Intelligenz gefördert.

 

 Sprachliche Bildung und Erziehung

 

In unserem Haus ist die Sprachkompetenz eine Schlüsselqualifikation und sie ist eine wesentliche Voraussetzung für den schulischen und beruflichen Erfolg, für eine volle Teilhabe am gesellschaftlichen – kulturellen Leben. Von Anfang an ermöglichen wir dem Kind mit seiner Umwelt mit Gestik, Mimik und Lauten zu kommunizieren. Für die Entwicklung sind unsere Kinder von Kommunikation abhängig. Der Spracherwerb ist nicht nur gebunden am Zuhören, sondern auch ganz wesentlich am aktiven Sprechen. Für Sprache muss das Interesse bei den Kindern geweckt werden. Dies geschieht bei uns in dem wir zusammen mit den Kindern die direkte Umwelt, aber auch die Welt versuchen zu entdecken.  Handlungen und Sprache müssen für Kinder einen Sinn ergeben. Durch das Zusammenspiel derr verschiedenen Prozesse wird in unserem Kindergarten der Spracherwerb aufgebaut.

Ziel ist es in unserer Einrichtung den Kindern Freude an Sprache zu vermitteln und  Ihnen die Möglichkeiten zu geben, die Bedürfnisse und die Fähigkeiten ihrer eigenen Gefühle, Erlebnisse, Wünsche und Gedanken sprachlich zu verfassen. Die Kinder lernen im Zusammenspiel mit anderen Kindern und Erwachsenen verschiedene Äußerungen aufzugreifen  und darauf einzugehen, den Einzelnen aussprechen zu lassen und eine Gesprächskultur zu entwickeln.  Wir helfen mehrsprachig aufwachsenden Kindern bei der Eingliederung, indem wir unsere Inklusionsangebote auf die einzelnen Bedürfnisse der Kinder abstimmen.

Auf die Kindheit bezogen sind damit die gesamten Erfahrungen und der Umgang  mit Buch-, Erzähl-, Reim- und Schriftkultur gemeint. Durch den Umgang mit Bilderbüchern, Geschichten, Märchen, Fingerspielen oder Reimen entwickelt das Kind bei uns  Kompetenzen die ganz wesentlich zur Sprachentwicklung beitragen.

 

 Mathematische Bildung und Erziehung

 

Kinder benötigen ein mathematisches Grundverständnis, um in ihrem Alltag zurechtzukommen. Die Welt, in der Kinder aufwachsen, ist voller Mathematik, Formen, Zahlen und Mengen sind überall zu entdecken. Wir sehen das mathematische Denken als Basis für lebenslanges Lernen. Im Vordergrund stehen für uns nicht das kognitive Lernen mathematischer Inhalte, sondern die spielerischen und ganzheitlichen Lernerfahrungen im Bezug auf Mathematik. Die Kinder entwickeln dadurch grundlegende mathematische Kompetenzen.

Mathematik ist in enger Verbindung zur Sprache, Naturwissenschaft, Technik, Ästhetik, Kunst, Kultur, Musik, Bewegung, Rhythmik, Tanz und Sport zu sehen.

Wir lassen die Kinder in ihren Lernprozessen mit allen Sinnen und spielerisch mit mathematischen Inhalten experimentieren. Sie werden damit  zu einem kreativen und freudigen Umgang  im mathematischen Bereich hingeführt. Hierbei hilft es sehr, dass im gesamten Lebensumfeld der Kinder Zahlen und Formen eine wichtige Rolle spielen.

 

Medienbildung und –Erziehung,

 

Kinder lernen Informations- und Kommunikationstechnik und Medien kennen. Sie erfahren diese als Faktoren des öffentlichen sowie ihres alltäglichen Lebens.

Wir vermitteln Chancen und Risiken guter und schlechter Medien. Das Medienspektrum darf nie Ersatz für Spiel und Zuwendung sein. Wir zielen mit unserer Medienerziehung darauf ab, den Risiken entgegenzuwirken. Wir wollen Orientierungskompetenzen stärken.  Positive Potentiale werden nutzbar gemacht. In unserer Einrichtung werden Medien gezielt und dosiert eingesetzt.

 

Gesundheitserziehung

 

Gesundheit wird in unserer Einrichtung als körperliche Gesundheit und seelisches Wohlbefinden verstanden. Wir vermitteln gesundheitsbewusstes Verhalten und Handeln in alltäglichen Situationen, unter anderem durch gesunde Ernährung, Hygiene, Krankheitsvorbeugung und auch  Unfallvermeidung. Mit der Stärkung dieser Kompetenzen sollen die Kinder zu einem selbstgesteuerten Umgang mit Ihrem Köper angehalten und angeleitet werden.

Der soziale Umgang miteinander hat eine große Bedeutung, damit sich die Kinder wohl fühlen und eine selbstbewusstes Verhalten entwickeln können. Angst, Stress, Belastung, Leistungserwartungen, Frustration, Misserfolge spielen in der Gesundheitserziehung eine große Rolle. Wer ständig von Ängsten geprägt wird, kann kein gesundes Körperempfinden entwickeln.  Wir ermöglichen den Kindern durch unsere Arbeit am und mit dem Kind altersentsprechend eine gesunde Selbstwahrnehmung zu entwickeln. Ihr Einfühlungsvermögen wird gestärkt,  sie lernen Gefühle zu zeigen und zeigen Gefahrenbewusstsein. Wohlfühlen bedeutet Regeln und Grenzen zu kennen um sich  in ihrer jeweiligen Umgebung sicher zu fühlen.

 

Ästhetische, bildnerische und kulturelle Bildung und Erziehung

 

Ästhetik, Kunst und Kultur durchdringen sich gegenseitig. Ästhetische Bildung ist vor allem die Bildung von sinnlicher Wahrnehmung und Kreativität. Die Kreativität der Kinder stärken heißt für uns den Kindern die Entfaltung ihrer eigenen Persönlichkeit zu ermöglichen. Deshalb nimmt bei uns die ästhetische Bildung eine zentrale Stellung im Alltag der Kinder ein. Kreativität ist die Fähigkeit, im Denken neue, auch unerwartete und überraschende Wege zu gehen. Diese Wege gestalten wir mit den Kindern gemeinsam.

Kinder erkunden ihre Umwelt von Geburt an mit allen Sinnen. In unserer ästhetischen Bildung stehen die Erfahrungen mit allen Sinnen in den Mittelpunkt. Deshalb geben wir den Kindern Zeit, Raum, Möglichkeiten und Anreize, bei denen sie ihre Vorlieben, Begabungen und Interessen entdecken und vertiefen können.

 

 

 

Musikalische Bildung und Erziehung

 

Wir fördern musikalische, gestalterische und künstlerische Kompetenz dadurch, dass wir die kreative Energie der Kinder zulassen.

Kinder handeln von Geburt an musikalisch. Sie zeigen  Interesse an Tönen, Geräuschen und Klängen in ihrer Umwelt. Mit Neugier und Faszination begegnen die Kinder der Welt der Musik und setzen Gehörtes spontan in Bewegung um.

In unserer Einrichtung erfahren die Kinder Musik als Quelle von Freude und Entspannung, als Beitrag zum gemeinschaftlichen Tun und Fühlen, als traditionelles Medium zur Vermittlung von Geschichten und Wissen. Aber auch als spielerisches Experimentier- und Lernfeld, das Freiheit zur Kreativität zulässt. Wir sehen Musikalische Erziehung auch immer in Verbindung mit der sprachlichen Entwicklung und Form des körperlichen Ausdrucks. Für unsere Musikerziehung wurden wir dreimal mit dem „Felix“ , sowie aktuell mit den "Carusos" ausgezeichnet die für altersentsprechende musikalische Früherziehung vom deutschen Sängerbund verliehen werden.

 

 

Umweltbildung und –Erziehung

 

Umweltbildung und –Erziehung beginnt bei uns im Haus mit  der Naturbegegnung, von Erlebnissen mit Tieren und Pflanzen. Der Umgang mit Naturmaterialien regt Fantasie und Kreativität an. Kinder lernen in unserer Einrichtung ihre Umwelt mit allen Sinnen zu erfahren und sie als unersetzlich und verletzbar wahrzunehmen.

Im Rahmen unserer Projekte, vor allem dem Reichelshof, erarbeiten wir mit den Kindern diverse Exkursionen. Die Kinder erfahren Naturzusammenhänge dort, wo diese unmittelbar zu beobachten sind. Umwelt beginnt aber auch bei uns selbst, wie gehen wir mit Ressourcen um, wie wichtig ist mir persönlich meine Umwelt. All diese Dinge spielen heute eine wichtige Rolle. Umweltbildung ist deshalb auch mit einer bestimmten Werthaltung verbunden.

Die Kinder entwickeln durch den bewussten Umgang mit der Natur ein ökologisches Verantwortungsgefühl und einen Einblick in den Natur- und Umweltschutz. Sie lernen Ressourcen wahrzunehmen und zu schätzen.

 

 

 Naturwissenschaftliche und Technische Bildung

 

Frühe naturwissenschaftliche und technische Bildung trägt wesentlich dazu bei, den persönlichen Bezug der Kinder zu ihrer Umwelt zu festigen und sich in unserer hoch technisierten Welt besser zurechtzufinden.

Kinder zeigen ein hohes Interesse an Alltagsphänomenen der belebten und unbelebten Natur und an Technik. Sie bekommen bei uns die Möglichkeit im Bezug zu ihrem Lebensalltag zu forschen und zu experimentieren.

Mit diesen Experimenten greifen wir die kindliche Neugierde auf und wecken den Forscherdrang der Kinder. Wir vermitteln den Kindern auf spielerische Weise erste naturwissenschaftliche Kenntnisse und regen die Kinder zu weiteren, intensiveren Fragen an. Sie erkennen erste logische Zusammenhänge im  biologischen, physikalischen, technischen und chemischen Bereich. Diese Fragen und selbst Antworten darauf zu finden ist eine wichtige Grundlage für ihr Leben. Sie schulen ihre Beobachtungsgabe durch systematisches Beobachten, Vergleichen, Beschreiben und Bewerten. Sie werden sich in ihren Artikulationsvermögen üben und lernen eigene Ideen und Hypothesen zu erstellen. Auf die so gewonnenen Erkenntnisse kann das Kind immer wieder zurückgreifen.

 

 

 

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 Projektarbeit

 

Ziele in unserer Projektarbeit

 

  • Projektarbeit fördert das selbstständige Handeln der Kinder sowohl in der Gesamtgruppe als auch in der Kleingruppe.

  • In der Projektarbeit wird das Kind nicht als Objekt gesehen, sondern sein ganzes Wesen, seine Erfahrungen werden ernst genommen und somit seine Individualität und Würde geachtet.

  • Die Projektarbeit schafft Raum, Zeit und Anregungen für Bewegung, Ruhe und Erholung, Ausdruck von Gefühlen und Interessen, künstlerisches Gestalten, Sprache, Spiel und Denkentwicklung.

  • Durch Projektarbeit wird die Welt lebensnah, in ganzheitlichen Zusammenhängen erlebt.

  • Projektarbeit weckt und fördert die Interessen und Talente der Kinder.

  • Die Weiterentwicklung und Weiterbildung der kindlichen Fähigkeiten und Stärken wird durch die hohe Motivation ganzheitlich gefördert. Schwächen werden akzeptiert oder verändert.

  • Durch das Arbeiten in Interessengruppen sind Freude und Begeisterung der Kinder sehr groß. Lebensfreude wird geweckt und erhalten.

  • Durch partnerschaftlichen Umgang werden die Kinder zu selbstbewussten, beziehungsfähigen, weltorientierten Menschen. Das Selbstwertgefühl wird gefördert.

  • Projektarbeit stärkt das Gemeinschaftsgefühl und Konkurrenzverhalten wird gemindert.

  • Projektarbeit bedeutet bei uns: zu lernen, wie man lernt.

     

Unsere Projekte finden sowohl im Haus als auch in der Öffentlichkeit statt. Ein Projekt kann gruppenintern sowie gruppenübergreifend stattfinden. Projekte  werden mit Kindern aller Alters- und Entwicklungsstufen durchgeführt und finden entweder mit der Gesamtgruppe oder in Interessengruppen statt. Projektanlässe können spontan aus einem bestimmten Ereignis heraus, sein. Sie können sich auch aus Wünschen oder Ideen der Kinder, Eltern und Erzieherinnen entwickeln. Die Initiative zu einem Projekt kann aber auch von außen, durch eine bestimmte Situation entstehen.  Projektinhalte werden sowohl im Team als auch gemeinsam mit den Kindern in einer Kinderkonferenz gesammelt und dementsprechend in Stoffsammlungen festgehalten. Beide Stoffsammlungen werden miteinander kombiniert.

Das Projekt beginnt. Der Projektverlauf ist nicht festgelegt, sondern für neue unerwartete Ereignisse offen. Die Projektlänge ist variabel.  Das Ende eines Projektes ist entweder zeitlich festgelegt oder ergibt sich dadurch, dass ein Thema ausgeschöpft ist. Projektarbeit wird in Absprache mit der Leitung und dem Team von allen Mitarbeitern angeboten.